Tatü ta ta

In die Kantine, in der wir manchmal essen, kommen auch Patienten, Besucher und andere Leute.
Oft passiert es, dass wir entweder beim oder nach dem essen alarmiert werden. Am Ton und der Einsatzmeldung kann man erkennen, ob es sich um einen dringlichen Einsatz handelt oder eine Fahrt ohne Sonderrechte. Bei einer dringenden Fahrt stehen wir zwar ohne Hast auf, versäumen aber keine Minute, um so schnell wie möglich im Auto zu sein.
So auch heute. Wir hatten gerade die Teller geleert, ich wechselte noch paar Worte mit der Intensivpflegerin neben mir, als der Alarm für einen Notfall kam.
Wir standen auf und bewegten uns mit den Tabletts zur Abräumestation, als vor uns, wie aus dem Boden gewachsen, eine liebe alte Oma stand, die sich mühsam mit ihrem Stock fortbewegte.
Gut für sie, dass wir keine Martinshörner haben 🙂

Advertisements

Alarmglocken

Die Anderen reden oft über ihn. Meist hinter vorgehaltener Hand und oft mit einem höhnischen lächeln. Wenn neue Kollegen kommen, erfahren sie sehr schnell von diesem Kollegen und das Gelästere macht seine Runden.
Ich konnte nie verstehen, warum solche Geschichten im Umlauf sind. Es gab bisher keinen Grund, diesen Gerüchten zu glauben.
Bis zu diesem Moment.
Wir mussten einige wichtigen Dinge erledigen,  quatschen über dieses und jenes, als es mir schlagartig auffiel.
Erstarrt erledigte ich meine Arbeit, während in meinem Kopf sämtliche Signale aufleuchten.
Er hat ein großes Problem. Nur was, was kann ich tun?
Was?

Die Zeit heilt alle Wunden

Vor einigen Jahren hatte ich einen Arbeitsunfall, welcher mir beinahe das Leben kostete.
Heute, Jahre später, zurückschauend auf diesen Vorfall, bin ich zum einem nachdenklich gestimmt. Jedoch auch freudig.
Die Zeit ließ mich nicht nur älter werden sondern auch erwachsener. Dieser Vorfall zeigte mir zum einem die kurze Zeitspanne, welche uns hier auf Erden bleibt und die Endgültigkeit eines abrupten Endes.
Ich konnte die andere Seite erfahren und wissen, wie es ist, sich als Patient zu fühlen. Dies hat mich verändert, aber nie verbittert.
Heute, Jahre später, kann ich in der Tat sagen, dass die Zeit die Wunden heilt.  Und nicht nur das, sie lässt uns ein anderer Mensch werden und verändert Gesinnungen, Gedanken und Einstellungen. Sie verändert jeden und nur der wird glücklich mit seinem Leben sein, der dieses als Bereicherung sieht.