Ein Schritt

Da liegt er. Die Augen weit aufgerissen starrt er ins Leere. Wir können auch nichts mehr machen und stillschweigend erledigen wir die nötige Arbeit. EKG-Ableitung, kurze körperliche Untersuchung, Todesbescheinigung und Protokoll.
Während wir paar kurze Worte mit den netten Kollegen der Streife wechseln, fährt einige Straßen weiter ein Auto, in der Nähe hört man Kinder auf dem Spielplatz lachen, nichtsahnend.
Über uns rauschen Autos hinweg, die auf der Autobahn unterwegs sind.
Ich denke an die Familie und daran, wie sie reagieren werden, wenn sie heute diese schreckliche Nachricht erhalten werden.
Wenn die Verzweiflung so groß ist, genügt nur ein Schritt.

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