Vierzig Grad

05:20 Uhr: ich wache auf, im Zimmer ist es sehr heiß. Einmal noch die Fenster weit auf, bevor ich die Rollos runterlasse um die Hitze auszusperren.

06:00 Uhr: es ist noch so früh und das Thermometer zeigt schon 22 Grad an, das kann ja heiter werden.

06:45 Uhr: ich will gar nicht aus meinen Sachen raus, die Dienstkleidung ist so schweißtreibend!!

08:00 Uhr: Auto ist gecheckt, Medikamente passen. Was wir nicht brauchen, sind Decken. Dafür mal 2 Infusion mehr aufs Auto.
Temperaturvergleich: 24 Grad

09:15 Uhr: erstmal einige Flaschen Wasser gekauft. Nicht dass ich nachher mit einer Infusion herum laufe. Die Temperatur beträgt jetzt 25 Grad. Gefühlt sind wir aber bei 30 oder so.

10:43 Uhr: einen Einsatz haben wir schon hinter uns. Wenn man normal geht, ist das alles kein Problem. Muss man bisschen mehr machen, läuft das Wasser!
Jetzt sind es rund 32 Grad, sagt das RTW-Thermometer

12:45 Uhr: zwei Liter Wasser sind schon weg. Ob die Bevölkerung auch soviel trinkt? Wärmevergleich? 35 Grad ist jetzt.

14:00 Uhr: manche versuchen sich sowenig wie möglich zu bewegen. Andere fahren mit dem Rad oder wandern. Find ich beeindruckend. Zum Glück ist mein Lieblingsinternist heute da.
Es wird immer wärmer.

15:10 Uhr: alles rollt, was rollen kann und fleißig beliefern wir die Klinik. Die Klima hat schwer zu arbeiten. 3,0 Liter sind jetzt sicher schon weg.
Thermometer zeigt stolze 37 Grad an. Oder noch mehr.

16:00 Uhr: ein Eis tut immer gut. Etwas Zeit zum durchatmen auf der Wache. Zweites Shirt holen.

17:10 Uhr: im Badesee hängt ein Thermometer. Knapp 40 Grad zeigts an, sagt der Patient. Obs stimmt, weiß ich nich, gefühlt ist es aber mindestens 45 Grad. Er wird in den schön aufgewärmten RTW verfrachtet. Langsam kühlt die Klima runter.

18:17 Uhr: jetzt ist Schluss mit lustig. Langsam bekomme ich Kopfweh. 3,5 Liter Flüssigkeit sind auch schon wieder draußen.
Hoffentlich ist bald Feierabend.

18:40 Uhr: Ablösung ist da, super! Melder wird übergeben. Alles paletti, Auto läuft. Jetzt müssten so um die 36 Grad sein, denke ich.

19:00 Uhr: rein ins Auto, Klimaanlage hochdrehen. Den heißesten Tag habe ich überstanden. Mit 4-5 Litern Flüssigkeit 🙂

Werbeanzeigen

2 Gedanken zu “Vierzig Grad

  1. Ja, dass Wetter macht uns Rettern in den dicken Einsatzklamotten schon zu schaffen. Wir haben nächste Woche beim THW Ausbildungswoche und das bedeutet leider 6 Tage lang, 12 Stunden am Tag schwitzen. Da heißt es dann viel trinken um nicht mit den Kollegen vom Rettungsdienst Bekanntschaft machen zu müssen.
    Wenn ich schon gerade dabei bin: Wirklich ein toller Blog den du hier betreibst. Du kannst einen echt zum Nachdenken anregen.

    • Hallo! Herzlich Willkommen hier und danke!
      Ja, dann hoffe ich, dass ihr nächste Woche genügend trinkt. Manchmal ist das Fachpersonal am unvernünftigsten 🙂
      Und ich plädiere für Einsatzkleidung mit Klima 🙂

Kommentar verfassen (mit dem Absenden stimmst du der Datenschutzerklärung zu)

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.