Was zurück bleibt

Es sind oft nicht die Einsätze selber, die wir verarbeiten, sondern die Geschichte, die hinter dem Patienten steckt.

* die alte Frau, die ihrem einsamen Lebensabend fristet und nun gestürzt ist.
* der Familienvater im Wachkoma mit starken Schmerzen.
* die Kleine nach dem Ertrinkungsunfall und darauffolgendem Gehirnschaden, die immer wieder mit der Herzfrequenz abfällt.
* der Jugendliche mit einer Muskeldystrophie, dessen Trachealkanüle Probleme bereitet
* der Junge nach dem schweren Verkehrsunfall, der nun einen hohen Querschnitt hat.
* die junge Frau mit überstandener Lungenembolie – doch wie!
* der Mann, dessen Wohnung verwüstet ist und völlig verzweifelt in meinem Auto sitzt.
* der frühere Landwirt und seine Frau, die hilflos und ausgehungert in ihrem kalten Bauernhaus auf Hilfe warten.

Solche Einsätze lassen mich schlucken. Diese Schicksale treiben mir die Tränen in die Augen. Solche Geschichten lassen mich nachdenklich sein.

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