Ein ganz normaler Tag (2)

14:00 Uhr Wir haben es geschafft, etwas zu essen und nun müssen wir weitermachen.
Ein Auto muss nun zum TÜV und das andere zum Reifen wechseln. Ich schicke erstmal die Kollegen zum Reifenwechseln weg, das geht erfahrungsgemäß schnell. Dann kommen die anderen dran.

14:30 Uhr Leider macht uns die Leitstelle einen Strich durch die Rechnung und schickt das TÜV-Auto zu einer Verlegung weg. Pech gehabt, diskutieren hilft nicht, auch dass es nur eine halbe Stunde dauert, bis das andere Auto fertig ist. Ist so.

15:10 Uhr Die Arbeit im Lager muss noch zu Ende gemacht werden, einige Sachen auf der Wache sortiert, ein-und aufgeräumt werden. Zudem brauchen die Autos eine dringende Wäsche. So plätschert die Zeit vor sich hin. Zwischendurch haben wir alle paar Einsätze, kurze Einweisungen.

16:30 Uhr Der Kaffee ist frisch durch, der Kuchen steht auf dem Tisch, die Stille wird durchbrochen. Wir müssen leider die Kaffeetafel verlassen. Es geht zu einem Kind, 1 Jahr alt, bewusstlos. Ich drück aufs Gas, meine Kollegin hält sich krampfhaft fest. Die Straße ist frei, ich spreche immer paar Stoßgebete, dass wir rechtzeitig ankommen.
Hinter mir sehe ich das NEF, der Kollege ist für seinen sportlichen Fahrstil bekannt. Somit treffen wir gleichzeitig ein.
Draußen stehen zwei ältere Herren und drinnen hören wir Schluchzen. Schnell gehen wir in das Haus hinein. Auf dem Bett liegt ein kleines Kind, das mehr oder weniger bedingt ansprechbar ist und soweit ausreichend atmet. Laut Eltern ist das bis jetzt kerngesunde Kind in den letzten Tagen immer schlapper geworden, hätte viel getrunken und heute war es so schläfrig und momentan bekommen sie es nicht richtig wach.
Unsere Verdachtsdiagnose steht und ein BZ-Stix bringt astronomisch hohe Werte. Wir erklären den Eltern, worum es sich bei dem Jungen handelt und sagen, dass wir jetzt gleich in die Klinik fahren werden.
Ich bin froh, dass Dr. 14G da ist und somit bekommt das Kind einen i.v.-Zugang und etwas Flüssigkeit.
Auf schnellem Wege geht es zur Kinderklinik.

17:30 Uhr Abladen, Übergabe, Auto wieder richten und weiter gehts. Eine Kollegin möchte gern noch paar Informationen über einige Geräte und die FSJlerin will noch einige fachlichen Fragen klären.

18:20 Uhr Jetzt darf nichts passieren. Denn in einiger Zeit werden wir abgelöst.
Dann piepst es wieder. Doch es ist nicht unser Notfall. Mal sehen, ob wir es schaffen. Wir räumen noch etwas auf, damit alles schön sauber ist.

18:45 Uhr Das Auto meines Kollegen ist schon zu sehen. Der Feierabend ist endlich da.
Ich übergebe ihm den Melder und informiere ihn über den Tag. Sage, dass einige Aufgaben leider nicht erledigt werden konnten und dass das Auto soweit aufgefüllt und gerichtet ist.

18:55 Uhr Während dem Umziehen höre ich den Melder.
Es scheint so weiterzugehen.
Ich habe jetzt Feierabend.

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