Stöckchen

Vor einigen Tagen hat mir jemand ein sogenanntes Stöckchen zugeworfen. Ich beantworte die Fragen, werde es jedoch nicht weiterreichen.

1) Hund, Katze, Fisch & Co. Hast du Haustiere und welche(s) sind/ist es?
Leider habe ich keine Haustiere.

2) Welches Lied hat dich das letzte Mal zum Nachdenken angeregt und worüber hast du dabei nachgedacht?
Es gibt nicht nur ein Lied. Jedes Lied kann zum Nachdenken anregen.

3) Bloggst du immer das, was dir gerade aktuell in den Sinn kommt oder schickst du manche Themen und Beiträge bewusst in die Warteschlange?
Mal so, mal so.

4) Welcher Spruch/Zitat/Weisheit hältst du für besonders bedeutsam und warum?
Aus bestimmten Gründen muss ich verzichten, es hier zu nennen. Sorry.

5) Weihnachten naht. Schaffst du es in dieser Zeit diszipliniert zu bleiben oder erwacht das Krümelmonster in dir? Was sind deine Lieblingsplätzchen?
Wer rettet der fettet… 🙂

6) Was ist dein Lieblingsbuch und was magst du daran besonders?
Die Lebensgeschichte eines außergewöhnlichen Mannes.

7) Wenn du einen Wunsch frei hättest: Was würdest du an deinem Leben ändern?
Es gibt immer etwas. Doch ich versuche, das Beste aus allem zu machen und denke über sowas nicht nach.

8) Der Körper und Verletzungen: Welcher Typ bist du? Hypochonder, Realist oder hart im Nehmen (warum soll ich wegen DER Kleinigkeit zum Arzt gehen)?
Ich bin Rettungsassistentin, da geht man erst zum Arzt, wenn man es selbst nicht mehr entscheiden kann 🙂

9) Wann warst du das letzte Mal fassungslos über das Verhalten deiner Mitmenschen und was hat dich aus der Fassung gebracht?
Vor einigen Tagen im Einsatz (über inkompetentes Handeln).

10) Was ist für euch bei Freunden/in einer Beziehung ein absolutes No-Go?

Unehrlichkeit

11) Ich habe eine Schwäche für…
uiiii  (Geheimnis 🙂 )

 

Ich hoffe, ihr versteht, dass ich die Fragen so neutral wie möglich beantworten möchte und muss, um meine Anonymität weiterhin zu gewährleisten. Da ich netterweise ein Stöckchen erhalten habe, möchte ich gerne auch die Fragen beantworten, jedoch in einer anderen Art und Weise.

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Kleine Randbemerkung

Wenn es Parkplätze für Rollstuhlfahrer gibt, dann lautet die logische Schlussfolgerung, dass auch Rollstuhlfahrer Auto fahren können.

Warum sind die Menschen so erstaunt, wenn sie Rollstuhlfahrer mit dem Auto fahren sehen?
Und warum parken Menschen mit zwei gesunden Beinen auf solchen Parkplätzen?

Der alte Einstein hatte Recht gehabt. Es gibt zwei Dinge, die unendlich sind. Bei einem ist man sich jedoch nicht so sicher.

Eigentlich

Ich hab Urlaub. Nicht nur paar Tage frei sondern richtigen Urlaub, so dass ich nicht mehr weiß wie arbeiten geht und ich sowohl körperlich als auch emotional Abstand zur Arbeit einnehmen konnte.

An diesem Abend bin ich noch etwas unterwegs, genieße den späten Herbst und freue mich über die freien Tage.

Während ich die Fußgängerzone entlang gehe, sehe ich in einiger Entfernung eine kleine Menschenansammlung stehen.
Langsam näher ich mich den aufgeregten Personen und höre kurze Wortfetzen
„…schlecht Luft…“
„…schon mal Herzinfarkt…“
„…schmerzen…“

Das kommt mir gar nicht recht. Ich verbringe einen großen Teil meines Lebens auf der Arbeit, in der ich täglich mit Ausnahmesituationen konfrontiert werde, die ich meist professionell meister.
Doch in diesem Moment habe ich
1. Urlaub und
2. keinerlei Equipment dabei.
Was soll ich machen, wenn er reanimationspflichtig wird? Oder wie soll ich ihm richtig den Blutdruck messen? Wie sieht sein EKG aus?
Und überhaupt habe ich frei. Ich brauche auch eine Pause.

Diese Gedanken schießen in Sekunden in meinem Kopf hin und her, während ich langsam auf den Mann am Boden zugehe.
Kurz schätze ich die Situation ein und treffe die Entscheidung.
„Guten Tag, Suprarenina mein Name, ich arbeite im Rettungsdienst, was ist passiert?“