Und manchmal gewinnt der andere

Es sieht hier so aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen.
Obwohl, nicht ganz.
Eher, als hätte einer den Rucksack einmal ausgeleert und alles aufgerissen.

Das was wir hier gemacht haben, war ganz große Medizin. Das, worüber wir noch reden werden und sagen: dafür haben wir die Ausbildung gemacht.
Wir haben reanimiert, beatmet, intubiert, injiziert, infundiert, defibrilliert.
Nebenher schmeißen wir eine Runde Katecholamine zur Kreislaufstabilisierung
(für die medizinisch interessierten Laien: das sind Medikamente, die ein Patient besonders in der Phase nach der erfolgreichen Reanimation benötigt um den Kreislauf (Blutdruck) aufrecht zu erhalten… Dazu wird z.b. Arterenol über eine Spritzenpumpe, d.h. Perfusor, verabreicht.)
und freuen uns über den Erfolg.

Doch manchmal kann man kämpfen wieviel man möchte.
Manchmal kann man Medikamente im Wert von 2000€ im Bruchteil einer Sekunde verabreichen und kurz Vorsprung gewinnen um nachher auf der Zielgerade ein Bein gestellt zu bekommen.

Manchmal verliert man. Da gewinnt der andere.

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