Mr. 14G

Synkope; RTW ohne Notarzt

Wir fahren zum Einsatzort, es ist ein Schnellimbissrestaurant.
Vor der Tür steht eine Frau die aufgeregt winkt.
Den Rucksack geschnappt und das EKG umgehängt eilen wir hinein.

In der Toilette liegt ein junger Mann, blass im Gesicht und unkontrolliert zuckend.
Schnell spule ich die nächsten Maßnahmen ab. Immer kurz überlegen, Plan machen und dann erst handeln.
Der Kollege hat schnell das Pulsoxy dran geklippt und ich frage die Umstehenden knapp nach Situation und Vorerkrankung, während ich das Handy und die Pupillenleuchte nehme.
Wir erfahren, dass der Mann bekannte Epilepsie hat, die Pupillen sind weit und lichtstarr und der Notarzt befindet sich auf Anfahrt.
Während wir kurz die restlichen Basismaßnahmen abarbeite, spicke ich zu den Venen hinüber, doch was ich sehe (oder auch nicht), lässt mich schlucken, zum anderen krampft er immer noch.
„Hmm, weißt du wer kommt?“
„Soweit ich weiß kommt Dr. 14G“

In diesem Moment sieht das dunkle Klozimmer viel heller aus, denn wenn Dr. 14G kommt, ist alles wieder gut.

Dr. 14G ist Anästhesist und egal was ist, er ist immer ruhig. Die Situation droht zu eskalieren, er deeskaliert. Ist da eine Frau im Ausnahmezustand, er beruhigt sie. Ein weinendes Kind lacht wieder und das Beste ist, er trifft einfach jede Vene (zumindest fast jede).

Ich atme tief durch, gleich ist das NEF da.
Dieser Einsatz wird gut ablaufen.

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