Fahrt ins Ungewisse

Wir werden eine Fahrt machen. Für mich ist das eine von vielen, eigentlich Standard, ich weiß, was zu tun ist. Doch hinter jedem Einsatz verbirgt sich eine persönliche Geschichte.

Für ihn ist es die erste Fahrt. Er arbeitet nicht nach Standards, er weiß nicht, was er machen soll, ist darauf angewiesen, dass andere ihm sagen, wie er sich drehen soll oder was er festhalten muss. Oder vielleicht merkt er davon gar nichts mehr, vielleicht ist er intubiert beatmet im Intensivbett und wartet auf die Reise, die er nun antreten muss.
Vielleicht hat er es sich nicht ausgesucht. Daheim sind seine Frau und die beiden Kinder und seine alte Mutter, die nicht versteht, warum er ins Krankenhaus muss.

Wir übernehmen den Patienten und beginnen unsere Fahrt. Für uns eine Überweisung von vielen. Vielleicht. Oder ein persönliches Schicksal, das uns stille werden lässt, wie dankbar wir sein können, dass wir noch gesund sind.

Es ist keine Selbstverständlichkeit.

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