Unverwundbar

Mein Bruder und ich saßen mal zusammen und unterhielten uns über meinen Job.
Irgendwann fiel die Frage:
„Sag mal, wie geht ihr mit dem Leid, das ihr antrifft, um? Was denkt ihr über Tod, Verletzung, Sterben?“

Ich musste länger überlegen und kam dann selber zu dem Ergebnis:
Ich denke, wir meinen, wir stehen irgendwie auf der andren Seite, wir  kommen und helfen den Menschen, wir sprechen den Angehörigen Trost zu, wir betreuen den Patienten.
Gewissermaßen fühlen wir uns unverwundbar.
Wir sind ja auf der anderen Seite..

Bis uns selber.ein Schlag aus der Bahn wirft.

Aber denken wir darüber nach?

2 Gedanken zu “Unverwundbar

  1. Ich denke ja, das steckt in vielen Menschen so drin. Auch in mir. Denn MIR wird so etwas nicht passieren. Nur woher nehme ich diese Sicherheit? Ich vermute sehr, es ist ein Selbstschutzsystem des Körpers. Und würde es nicht greifen, würde ich mich vor (unbegründeten) Ängsten vor dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest nicht mehr retten können…

    • Hallo Gedankenknick, vielen Dank für deinen Kommentar.
      Die Sichtweise mit dem Selbstschutz finde ich interessant und erklärt so einiges.
      Ich finde nur, dass es schnell in ein anderes Extrem abrutschen kann.
      Ein gesundes Gleichgewicht ist das Beste.

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