Tragische Geschichte

Nachdem ich von diesem Unfall gehört habe, musste ich mich an eine Geschichte erinnern.

Eine älterer Herr (um die 80) hatte einen Jungen angefahren, der am Straßenrand stand. Aus welchem Grund genau weiß ich nicht.
Als die Rettungskräfte kamen und den nur leicht verletzten Jungen versorgten, hatte der Mann nur eine Sorge, nämlich die, was an seinem Auto kaputt ist.

Es gibt für vieles ein Mindestalter, manchmal würde ein Höchstalter viel Leid verhindern.

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Treuherzig

„Wissen Sie, ich habe nämlich Niereninsolvent, aber das kommt nicht vom Trinken (Alkoholabusus in diesem Kontext, Anm.) sondern vom Herzen.“

Unverwundbar

Mein Bruder und ich saßen mal zusammen und unterhielten uns über meinen Job.
Irgendwann fiel die Frage:
„Sag mal, wie geht ihr mit dem Leid, das ihr antrifft, um? Was denkt ihr über Tod, Verletzung, Sterben?“

Ich musste länger überlegen und kam dann selber zu dem Ergebnis:
Ich denke, wir meinen, wir stehen irgendwie auf der andren Seite, wir  kommen und helfen den Menschen, wir sprechen den Angehörigen Trost zu, wir betreuen den Patienten.
Gewissermaßen fühlen wir uns unverwundbar.
Wir sind ja auf der anderen Seite..

Bis uns selber.ein Schlag aus der Bahn wirft.

Aber denken wir darüber nach?

Auf den Patienten hören

Kennt ihr den Spruch:
„Alle sagten,’Es geht nicht‘. Da kam einer her, der wusste das nicht und hat es gemacht.“

Ich habe mal einen Patienten gehabt, der immer wieder von uns zu Behandlungen gefahren werden musste.
Bei Annahme der Fahrt teilte mir der Kollege mit, der Patient sei ziemlich eigenwillig und will eigentlich keine Behandlung. Das heißt, der Patient  fährt meistens mit, verweigert dann die Behandlung. Jeder kann sich denken, wo hier das Problem ist…

Auf alle Fälle fuhren wir dennoch hin und nahmen den Patienten, der sehr leidend aussah, ins Auto.
Ich fragte, ob es für sie bequemer sei zu liegen und weil sie einwilligte, legten wir sie hin.
Zuerst konnte man sehen, dass sie unter Schmerzen litt, aber kurz vor dem Zielort sagte sie leise: „jetzt…“ ich fragte sie, was sie meint und sie antwortete: „jetzt ist es besser“

Im Behandlungsraum angekommen fragte die Pflegerin, ob unser Patient sich behandeln lassen möchte. Daraufhin seufzt sie tief und nickt.

Ich kann es nicht sicher sagen, aber ich gehe davon aus, dass die schmerzärmere Fahrt ihr mehr Mut gegeben hat, die Behandlung über sich ergehen zu lassen. Manchmal muss man nur bisschen mehr mit den Patienten reden.. Und auf sie hören.